Rein rechnerisch entsorgt jede Familie ganze 24 Mahlzeiten pro Monat in der Biotonne und verschwendet dabei ganze 60 £. Das entspricht einer Vergeudung von über 700 £ pro Durchschnittshaushalt und pro Jahr.

Wenn man alle Hähnchen, die wir jedes Jahr wegwerfen, an einer Stelle aufhäufen würde, dann wären das 86 Millionen Tiere. Die armen Hühner! Wenn man es so betrachtet, dann kann man kaum der Forderung widersprechen, dass etwas gegen die unnütze Verschwendung getan werden muss. Immerhin tragen wir auch die direkte Verantwortung dafür. Hier kommt Solveiga Pakstaite ins Spiel.

Solveiga arbeitet als graduierte Industrie-Designerin und hat eine Idee entwickelt, die auf den Namen „Bump Mark“ hört. Es handelt sich dabei um einen speziellen Aufkleber, der auf der Lebensmittelverpackung angebracht wird. Die Besonderheit: Er verändert seinen Zustand, wenn sich die Genießbarkeit des verpackten Lebensmittels verschlechtert.

Allem Anschein nach hat sich Solveiga bei Ihren Überlegungen von einer Alltagsstrategie inspirieren lassen, die oft von Blinden angewendet wird, um die Frische eines Lebensmittels auch ohne Kenntnis des Verfallsdatums überprüfen zu können. Sie hat darin ein Entwicklungspotenzial gesehen und kurze Zeit später realisiert, dass das Anwendungsgebiet für ihre Idee viel mehr umfasst, als die Lebensmittelversorgung von sehbehinderten Konsumenten.

Solange das enthaltene Lebensmittel frisch ist, fühlt sich der „Bump Mark“-Aufkleber weich und gleichmäßig gewölbt an, wohingegen verderbende Lebensmittel konvexe Beulen (engl.: bumps) entwickeln, daher der Name. Die entscheidende Zutat für dieses Verfahren ist Gelatine, also ein organisches Material, das mit derselben Geschwindigkeit verdirbt wie das verpackte Lebensmittel. Dabei kann die Menge an verwendeter Gelatine variiert werden, um die Haltbarkeit verschiedener Lebensmittel nachzubilden. So werden zum Beispiel für schnell verderbliche Geflügelprodukte geringere Mengen von Gelatine verwendet, als für haltbarere Produkten wie Käse.

Gelatine wird aus Bindegewebe gewonnen und verflüssigt sich, sobald Bakterien die inneren Bindungen der Gelatine zu sehr angegriffen haben. Durch diesen strukturellen Verfall werden schließlich die konvexen Ausbeulungen tastbar, die dem Verbraucher zeigen, dass das Lebensmittel nicht mehr genießbar ist. Die bislang üblichen, als Datum auf die Verpackung aufgedruckten Informationen zur Haltbarkeit basieren häufig auf allzu vorsichtigen Schätzungen, was dann regelmäßig dazu führt, dass absolut genießbare Lebensmittel weggeworfen werden.

Die Arbeiten an dieser neuen Entwicklung sich noch nicht abgeschlossen, allerdings konnte dafür letztes Jahr der renommierte James-Dyson-Preis entgegengenommen werden. Vielleicht sehen wir hier etwas, dass wir irgendwann in Zukunft in unsere Verpackungen integrieren können.

Solveiga weist diesbezüglich darauf hin, dass einige Vegetarier die Verwendung von Gelatine ablehnen (da es ein tierisches Produkt ist), daher besteht die Möglichkeit, dass der Einsatz auf Fleisch- und Milchprodukte beschränkt sein wird. Trotzdem handelt es sich immer noch um ein sehr faszinierendes Konzept. Wir würden gerne sehen, wie sich diese Idee weiterentwickelt, und wenn es nur für die Hühner ist!

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