Das stand eindeutig im Kontrast zum Schicksal der Kontrahenten PepsiCo und Dr Pepper Snapple, die beide fortlaufend negative Verkaufszahlen verzeichnen mussten. Tatsächlich ist infolge des gesundheitsbewussteren Konsumverhaltens seitens vieler Verbraucher der Markt für die sprudelnden Erfrischungsgetränke kleiner geworden. Gleichzeitig hat der Coca-Cola-Konzern 0,69 Millionen £ für seine Marketingabteilung bereitgestellt, als zusätzliches Budget für die kommenden drei Jahre nach „Share a Coke“. Dabei wurde besonders betont, dass dies mit dem Erfolg genau dieser Kampagne begründet wird.

Scheinbar ließen sich davon auch andere Erfrischungsgetränkehersteller inspirieren. A. G. Barr aus Glasgow, der Produzent von Irn-Bru, hat tatsächlich beschlossen, einen ähnlichen Versuch zu wagen, um damit die Erfolgsgeschichte von Coca-Cola zu kopieren. Ohne ganz an sein Vorbild heranzukommen, hat es das Unternehmen zumindest geschafft, den Stein ins Rollen zu bringen.

Üblicherweise wird Whisky als das schottische Nationalgetränk genannt, Irn-Bru wird allerdings immerhin als Platz zwei gehandelt. Die Marketing-Kampagnen von A. G. Barr zielten deswegen in der Vergangenheit auch immer wieder darauf ab, Irn-Bru als „Schottlands zweites Nationalgetränk“ anzupreisen. Wie gesagt, konnte man dabei auf die große Beliebtheit des Getränks unter den Schotten bauen. Zudem ist A. G. Barr auch wirtschaftlich gesehen der führende Hersteller von Erfrischungsgetränken in Schottland und hat sich dabei nie von den zähen Wettbewerbsbemühungen der internationalen Konkurrenz erschüttern lassen.

Nun wollte A.G. Barr diese durchaus angenehme Marktstellung also weiter festigen, und die Entscheidung für das passende Werkzeug hierfür fiel auf ein innovatives Konzept für die eigene Produktverpackung. Von dem Konzept wurde erwartet, dass es alternativ und gleichermaßen originell in Erscheinung tritt. Und gemessen daran, welches traditionelle schottische Erbe das Unternehmen innehat, lag es doch sehr nahe, das Thema des Schottenmusters aufzugreifen. Um bei der traditionellen Bezeichnung zu bleiben, sollte man genauer vom Tartan sprechen. Tatsächlich hat das Unternehmen eine Reihe von Flaschen in Serie gehen lassen, auf denen die diversen Farben der traditionellen schottischen Tartans zu sehen sind.

Die volle Palette setzt sich aus 57 unterschiedlichen Tartan-Mustern zusammen, die alle einen Bezug zu traditionellen schottischen Klans wie den Mackenzies, Macgregors und Camerons haben. Auf der Website gibt es sogar eine „Klan-Suchfunktion“, mit der man anhand des eigenen Nachnamens herausfinden kann, mit welchem Klan man verwandt ist. Selbst wenn man keinen klassisch-schottischen Nachnamen vorzuweisen hat, wird man immerhin dem Irn-Bru-Klan zugeordnet, was dann zumindest ein stimmungsvoller Willkommensgruß abgibt, ganz anders als bei einer typischen Computeransagen wie „Keine Übereinstimmung gefunden“.

Es war nicht das erste Mal, dass Irn-Bru sich ein Vorbild an Coca-Cola genommen hat; bei einem ähnlichen Werbegag aus dem Jahr 2013 konnte man beobachten, wie das Unternehmen Namen wie Rab, Fanny, Senga oder Tam auf seine Flaschen druckte und damit eine augenzwinkerte Anspielung auf das Angebot seines Konkurrenten ablieferte.
Die neuste Werbemaßnahme des Herstellers ist wiederum eine Fortsetzung der Kampagne, die das schottische Erbe der Marke im Sinn hat. Die Kampagne wurde in der Presse rege diskutiert (zumindest nördlich der Grenze) und knüpft zudem an das starke Nationalgefühl der Schotten an. All das wird dazu beitragen, das Getränk erneut in den Status des beliebtesten schottischen Getränkes zu erheben.

Am Ende bleibt die Feststellung, dass die Produktverpackung ein sehr bedeutender Faktor ist. Wenn die Menschen in den Verkaufsregalen etwas präsentiert bekommen, das sie optisch anspricht, dann steigen mit Sicherheit auch die Verkaufszahlen. Das ist es, was A. G. Barr für sich erkannt hat.

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